Grundhaltungen „Schulkinder zu Hause begleiten“

Home/Blog/Erziehungsalltag/Grundhaltungen „Schulkinder zu Hause begleiten“

Grundhaltungen „Schulkinder zu Hause begleiten“

Dieser Beitrag kann auch als gesammelter Inhalt: Grundhaltungen „Schulkinder zu Hause begleiten“; Vertiefende Praxistipps für Volksschulkinder (6 bis 10 Jahre); Vertiefende Praxistipps für Kinder in der Unterstufe in Gymnasien / Mittelschulen (10 bis 14 Jahre); im PDF Format runtergeladen werden.

Download PDF

 

Liebe Eltern!

Unsere Schulen sind zu! Damit wir zu Zeiten der Covid-19-Pandemie (auch Coronavirus genannt) auf uns selbst und unsere Mitmenschen aufpassen, sind wir überwiegend zu Hause. Das stellt Familien, Kinder und Elternteile vor große Herausforderungen. Nicht nur, dass wir mit den Ängsten und Bedrohungen dieser verrückten Phase umgehen müssen, kommen plötzlich in unser privates Zuhause völlig neue Rollenbeschreibungen und Aufgaben. Wir sind aufgefordert, zu Hause zu arbeiten und wir stehen vor der Herausforderung, unsere Kinder beim Lernen zu Hause aktiv zu begleiten, da die Schule und der Staat sich dies von uns als Beitrag zum Wohle der Schüler und Schülerinnen erwarten.

Ich arbeite seit vielen Jahren als psychologische Beraterin mit Familien und Eltern in meiner Praxis in Linz und begleite sie durch die Herausforderungen, die unsere Leben so mit sich bringen. Ich sehe mich oft als Dolmetscherin zwischen Kindern und Erwachsenen oder Paaren. Manchmal bin ich jene, die  einlädt, entweder Details (wieder) wahrzunehmen oder das Große und Ganze zu sehen oder auch mal die eigenen Muster zu durchbrechen. Es gibt dabei aber stets so viele Wege wie Familien, denn wir sind alle wirklich einzigartig! Jede individuelle Begleitung ist anders. Trotzdem verbinden uns wie jetzt oft ähnliche Themenkreise. Mir liegt dabei das Wohl ALLER Beteiligten sehr am Herzen. Oft suchen wir nach dem besten Weg für die Kinder und verlieren uns dabei selber. Das tut unseren Kindern aber gar nicht gut! Als Schülerin von familylab und Jesper Juul (dänischer Familienberater und Autor vieler wunderbarer Bücher) fühle ich mich im Namen der Menschlichkeit und in meiner Liebe zu Kindern und Eltern dazu aufgerufen, meine Gedanken zur momentanen Situation zu teilen. Ich arbeite auch schon viele Jahre mit Schulen sowie Lehrern und Lehrerinnen, die es gut meinen, auch für diese sind diese Impulse zur Reflexion gedacht. Denn es sollte uns allen klar sein, dass zu Hause lernen anders erfolgen MUSS als in der Schule. Und warum und was das heißen könnte, damit sollten wir uns – so denke ich – gerade jetzt beschäftigen.

Sehen Sie diese Zeilen also als Einladung, sich Zeit zu nehmen zur Reflexion dieser „systemerhaltenden Arbeit“, die auch wir da leisten. Wichtig dabei scheint mir, dass sich das System Familie dabei nicht völlig überfordert und massiv Schaden nimmt.

Hier in diesem Grundsatztext geht es daher um Grundhaltungen im Begleiten unserer Kinder im Kontext „Schularbeit zu Hause“. Diese Impulse sollen hilfreich sein, zu persönlichen Haltungen zu finden und eine Idee zu bekommen, was es dafür brauchen könnte und wo die Chancen, aber auch Gefahren liegen. Sie fokussieren dabei bitte einzig auf das, was Sie ganz persönlich anspricht! Zusätzlich gibt es darauf aufbauende Vertiefungstexte mit Lerntipps für a) Volksschulkinder (6 bis 10 Jahre) und b) Kinder in der Unterstufe in Gymnasien / NMS (10 bis 14 Jahre). Dafür macht es aber Sinn, sich erstmal durch diese Grundthemen zu arbeiten.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen und Ihren Kindern alles erdenklich Gute für diese Zeit! Bleiben Sie im Vertrauen und bleiben Sie gesund,

Ihre Ruth Karner

Grundhaltungen „Schulkinder zu Hause begleiten“

Zu hause ist zu Hause! Lernen zu Hause braucht liebevolle, private Begleitung

Es ist wichtig, dass sich Elternteile und Lehrer/innen folgendes klar machen:
Wir sind gefordert eine gute Balance zu halten zwischen zwei wichtigen Punkten:

  1. ZU HAUSE ist zu Hause und sollte trotzdem nicht zur Schule werden.
    Wir sind hier Familie und ZU HAUSE, das heißt ich bleibe Elternteil, ich bin privat und kein/e Lehrer/in! Machen wir uns die Beziehung zu unseren Kindern nicht kaputt durch tägliches, unendliches Streiten wegen der Schulsachen. Unsere Aufgabe heißt: Kinder als Eltern und Coaches begleiten. Uns für ihr Wohlbefinden als ganzer Mensch zuständig fühlen, nicht nur für die Menge an Zetteln, die sie schaffen!
  2. Die Schule fällt weg. Kinder sind im Augenblick (in der unmittelbaren Gegenwart) und im Spiel. Sie brauchen daher tatsächlich Erwachsene, die in Zusammenhängen denken und die diese schulischen Bausteine mit ihnen gemeinsam im Alltag verankern und sie begleiten. Diese Aufgabe sollten wir Eltern aktiv übernehmen.

Kinder brauchen aktive Eltern, die Orientierung geben

Ein halbes Jahr vor seinem Tod konnte ich Jesper Juul noch einmal in Dänemark begegnen. Dabei sagte er, wenn er „Das kompetente Kind“ (eines seiner bekanntesten Bücher) heute schreiben würde, hätte er ein komplett anderes Buch verfasst, weil sich die Zeiten so geändert haben. Ging es lange nur darum, uns endlich von einer autoritären Erziehung weg zu bewegen, was uns noch heute beschäftigt, geht es heute auch darum, dass wir vor lauter Versuch, unseren Kindern Freiheit und Selbstbestimmung zu geben, oft von ihnen erwarten kleine Erwachsene zu sein. Um Kind sein zu dürfen, im Moment des Seins, im Spiel, brauchen wir aber manchmal Erwachsene, die in Zusammenhängen denken und die sich zeigen und dafür stark machen, mit ihren ganz persönlichen Grenzen und Bedürfnissen.

Gerade in seinen letzten Jahren hat sich Jesper Juul daher viel mit dem Thema „Leitwolf“ sein für Kinder beschäftigt. Und das wird leider oft falsch verstanden. Daher hier eine kleine Zusammenfassung: Kinder brauchen keine Eltern, die sie ständig korrigieren, verbessern und ihnen erklären was „richtig“ ist. Aber Kinder brauchen Erwachsene, die ihre Kindheit und ihre Persönlichkeitsentwicklung schützen, begleiten und fördern. Sie brauchen Erwachsene, die mit ihnen in Beziehung sind und sich zeigen und Interesse an ihnen haben. Sie müssen wissen, wer wir Eltern sind und wofür wir stehen und erfahren, wie wir gleichwürdig mit ihnen umgehen. Das heißt, Kinder ernst zu nehmen und mit ihnen in Dialog zu gehen.

In dieser Thematik rund um die Schule brauchen Kinder Eltern, die den Rahmen dafür aufmachen und halten und die sie dabei aktiv begleiten. Eltern, die sie eben nicht alleine lassen, im Sinne von „Du bekommst deine Aufgaben eh von deinen Lehrern und Lehrerinnen“. Und Eltern, die ihnen trotzdem Raum für selbstverantwortliches Agieren geben. Der Grundleitsatz hierfür kommt von Maria Montessori: „Hilf mir, es selbst zu tun!“

Diese Punkte sind die Legitimation dafür, uns in das Thema Schule zu Hause einzubringen und uns für den Rahmen, in dem das abläuft, verantwortlich zu fühlen. Als Eltern haben wir auch den Auftrag, dies nicht lieblos oder autoritär zu tun.

Mögliche Aussagen:

  • Klare Ansagen machen, inklusive Einladung zur Zusammenarbeit, positiv formulieren.
  • Kinder immer gleichwürdig behandeln (nicht mitten aus dem Spiel reißen, etc.)
  • „Ich möchte, dass du bitte…“, „Ich fände es wichtig, dass du…“, „Ich fände es schön, wenn du…“

Zuerst brauchen wir alle mal Zeit, auch mal nicht zu funktionieren…

Diese außerordentliche Zeit fordert uns alle außerordentlich! Wir sollten uns das stets bewusst machen. Es ist wichtig, dass wir gerade jetzt uns selber und den Kindern erlauben, nicht immer zu „funktionieren“. Wir sind von Gefühlen der Angst um Gesundheit, Jobs und Geld sowie mit Sorge um unsere Eltern und Großeltern durchflutet. Die Kinder sind völlig irritiert, weil alles anders ist und wir so verunsichert sind. Wir brauchen jetzt Zeit für die großen Emotionen des Lebens. Zeit zum Fühlen, Zeit zum durch den Wind sein. Es darf mal alles nicht so klappen und schwierig sein. Wir dürfen uns mit all den Aufgaben überfordert fühlen. Wichtig dabei ist, den Kindern ganz ehrlich zu zeigen: „Wir haben jetzt noch keine Idee, keine Lösung…“ Das darf auch mal sein. Die Botschaft ist: „Wir wissen nicht immer, was kommt, aber wir arbeiten uns schrittweise voran. Gemeinsam!“

Wichtig ist, dass wir uns Zeit nehmen, mit den Kindern über ihre Ängste zu sprechen. Wir haben oft Angst davor, weil wir nicht gleich Lösungen parat haben. Das ist gar nicht nötig! Zuhören, da sein, uns in den Arm nehmen, Sorgen aussprechen, Verunsicherung teilen, in Dialog gehen, etc. ist das, was wir brauchen. Es ist eine unsichere Zeit. Unsere Selbstbestimmung und Kontrollmöglichkeiten sind nicht da. Vieles liegt nicht in unserer Hand. Dieser Zustand irritiert und strengt an. Das darf einfach sein. Familie heißt auch, dass wir einander echt begegnen – ohne Rollen und Masken. Trotzdem sollen wir die Kinder begleiten und unsere großen Existenzängste mit anderen Erwachsenen besprechen. Ein Telefonat mit Freunden/innen, die im gleichen Boot sitzen, kann uns guttun. All das kann viel Nähe schaffen und macht viel mehr Sinn als uns was vorzuspielen. Deswegen dürfen wir trotzdem gemeinsam auch immer nach Gutem suchen: „Was ist in dieser schwierigen Situation trotzdem gut?“. Das ist immer ein schöner Ast zum Festhalten.

Mögliche Aussagen:

  • „Ich kann dir darauf nicht antworten, weil ich das derzeit selber noch nicht weiß, aber ich werde darüber nachdenken.“
  • „Das müssen wir jetzt gemeinsam erarbeiten. Ich zeige dir mal, was ich für gut befinde und du sagst, was dir daran gefällt, was du für andere Ideen oder Vorschläge hast, was du anders brauchst, o.k.?“
  • „Kann es sein, dass dir alles gerade zu viel ist? Ich würde sagen, wir gönnen uns heute erstmal eine Pause und reden über all das, was uns verwirrt. Morgen probieren wir es dann noch einmal neu mit Lernen.“

Stärken stärken – Was kann ich gut?

Schule ist leider oft weniger mit der Freude am Lernen verknüpft als mit der Thematik: „Was fehlt?“, „Was muss ich üben, weil ich es noch nicht kann?“ und „Was ist immer noch nicht richtig?“. Zurecht fühlen sich Kinder dabei ununterbrochen bewertet. Wer wird aber schon gerne bewertet, hört dauernd, wo Fehler sind oder was nicht passt? Richtig, niemand! Zu Hause dürfen wir anders damit umgehen. Es geht darum festzuhalten „Was kann ich alles gut?“ Da geht es um Stärken und Talente, aber auch um scheinbar „Normales“, was das Kind kann. Wie z.B. gut zuhören, eine gute Freundin sein, jemand was erklären usw. Wenn es dann einmal recht schwierig ist und die Kinder rutschen dahin, dass sie nur ihre Fehler sehen, hilft es auf andere Bereiche zu schauen.

Wir können dabei auf die Kreativität oder Musikalisches blicken, auf das Schaffen oder Entwickeln, auf ihr Verhandlungsgeschick oder ihre Verkaufstalente, auf ihre Führungsqualitäten, auf Soziales. Oft übersehen wir großartige Dinge, weil wir jetzt gerade was anderes erwarten. Sehen was ist, ohne blind einen Auftrag zu erfüllen. Den Rahmen zu verlassen, das ist die Freiheit, die wir uns zu Hause nehmen können.

Mögliche Aussagen:

  • Ermutigen Sie das Kind, sich selber folgendes zu sagen: „Ich muss mir das einfach noch einmal anschauen. Dafür brauche ich mehr Zeit. Ich kann aber ganz viele Dinge, die viele andere vielleicht nicht so gut können wie ich. Ich als Mensch bin mehr als diese Rechnung, diese Rechtschreibung“, usw.

 

Dinge die heute gut gelaufen sind – Die Schatzkiste zum Tag

Die neuen Routinen fordern uns alle. Sie überfordern uns aber auch oft. Wir neigen dann dazu, darüber zu grübeln und damit zu hadern, was nicht gut war. Das schwächt uns aber, wenn wir uns immer nur auf das halb leere Glas ausrichten, statt da hinzuschauen, was wir gut geschafft haben. Weg mit der Defizitbrille! Die sollten wir einfach aushebeln.

Eine einfache Übung, jeden Tag beim Gute-Nacht-Wünschen ist: Wir erzählen einander jeden Tag drei Dinge, die heute aus der jeweiligen Sicht gut gelaufen sind. Lassen Sie das Kind zuerst reden, dass Sie es nicht beeinflussen und staunen Sie! Dann sagen Sie ihre drei Dinge. Und achten Sie, dass diese nicht in eine versteckte Kritik für den anderen rutschen. Bleiben Sie bei sich!

Mögliche Aussage:

  • „Heute ist gut gelaufen, …“

Interesse steuert lernen!

Dauernd geht es darum, was die Kinder lernen sollen. Zu Hause lernen sollte unbedingt die Chance öffnen, aktiv einzubringen, WAS MICH INTERESSIERT. Neben all den wunderbaren Aufgaben, die die Schule vorbereitet oder zum Lernen ausgeschrieben hat, die das Kind aber manchmal mäßig interessieren, geht es darum, das Kind zu bestärken, seinen eigenen Interessen zu folgen. Ein Referat, ein Plakat, eine Collage, … völlig frei mit der Überschrift: „Etwas, das mich interessiert, was ich schon immer wissen wollte…“ kann unglaubliche Recherchekräfte in Kindern freisetzen.

Ich erlebe immer frustrierte Gymnasial-Lehrer/innen, die bei der an sich freien Vorwissenschaftlichen-Arbeit in der Oberstufe entsetzt sind, dass die Schüler/innen an nichts interessiert sind, dass sie keine Forschungsfragen in sich tragen. Leider werden ihnen diese durch ständige Anleitung jahrelang abtrainiert! Jedes Kleinkind ist ein unermüdliche/r Forscher/in. Alles ist ein einziges: Wie funktioniert das? Warum? Und alles wird ausprobiert! Wecken wir in unseren Kindern genau das! Entscheiden wir, dass wir heute mal alle Aufgaben weglassen und uns nur einem eigenen Thema widmen. Dabei wird geforscht, recherchiert, geschrieben, Wissen gefiltert, umgewandelt, aufbereitet und letztendlich präsentiert.

Dann können wir noch schauen, zu welchem Fach das passen könnte und es mutig an die Lehrer/innen weiterleiten und dafür ev. was anderes einfach weglassen. Dafür braucht das Kind unsere Initialzündung und unsere Rückendeckung gegenüber der Schule. Den Rest macht es im besten Fall alleine bzw. bringe ich mich dort ein, wo das Kind ansteht. Der Lernoutput bei etwas, das eigenem Interesse folgt, ist unersetzlich! Nehmen wir uns Raum dafür!

Mögliche Aussage:

  • „Was hat dich denn schon immer interessiert? Was wolltest du schon immer wissen? Was wäre spannend rauszufinden?“

Eigenverantwortung und Selbstständigkeit trägt mich zu meinem Lernerfolg

Das lernt man nicht über Nacht. Und das kann niemand „bestellen“ oder „erzwingen“. Das ist eine Qualität, die muss schrittweise wachsen. Sie braucht Beziehung, Zutrauen, Vertrauen und die Erfahrung von Selbstwirksamkeit. Das heißt auch den Freiraum sich zu probieren. Das Tempo und das Ausmaß müssen vom Kind kommen. Wir dürfen es fordern, aber nicht überfordern und wir sollten Brücken bauen zur Selbstverantwortung. Sprich: „Ich bin da, wenn du mich brauchst, ich mache es nicht statt dir.“

Das fängt zu Hause aber sicher nicht erst beim Lernen an. Das beginnt damit, ob die gesamte Freizeit durchstrukturiert und verplant ist. Ob Kinder als Konsumenten/innen Freizeitprogramm konsumieren oder ob sie Langeweile und Selbstaktionismus ausgesetzt werden, ob sie in einem „leeren Raum“ und selbstständig Spiel und Gestaltmöglichkeiten finden können. Das hat viel damit zu tun, was wir Kindern zutrauen, was sie generell selber entscheiden können und was wir ihnen überhaupt zutrauen. Im schulischen Kontext geht es darum, wie helfen wir ihnen, es selbst zu tun? Die Antwort heißt, indem wir für den Rahmen sorgen, die Kinder aber im Rahmen selber entscheiden und auf ihre Weise wirken lassen.

Das Kind sollte seine Eigenständigkeit nicht verlieren und daher UNBEDINGT immer wieder alleine arbeiten und nicht für jeden Strich von uns angeleitet werden. Das beginnt schon beim selber Nachschauen, was ist denn heute dran. Bleiben Sie in der Nähe (greifbar bei Fragen) und beschäftigen Sie sich mit Eigenem. Beispielsweise am selben Tisch derweil Rezepte rausschreiben, was im Internet recherchieren, um die eigene Arbeit kümmern, kochen,… und trotzdem offen für das Kind, um ihm bei Fragen weiterzuhelfen. Dazwischen bestärken, loben, sich dafür interessieren, was das Kind macht.

Mögliche Aussagen:

  • Das Kind befasst sich mit ganz was anderem. Sprechen Sie das ganz aktiv an: „So bist du nicht beim Lernen. Merkst du das? Du bist aber am besten selber verantwortlich dafür, weiter zu kommen. Was würde dir denn jetzt helfen, dass du wieder reinkommst? Wenn ich jetzt zur Waschmaschine gehe und in 5 Minuten wiederkomme, was möchtest du in dieser Zeit schaffen?“
  • Oder: „Wir haben uns am Anfang der Woche einen Wochenplan erstellt. Ist der so nicht zu schaffen? Was macht es schwierig, damit zu arbeiten? Was würde dir helfen?“

Selbstwirksamkeit erleben – Problemlösungskompetenz braucht die Haltung: selber, aber nicht alleine!

Neben der eigenen Verantwortung für Bereiche geht es auch darum, generell mit Problemen und Schwierigkeiten klar zu kommen. Es ist auch aus diesem Grunde wichtig, dass Kinder ihre eigenen Erfahrungen machen. Dass wir nicht jedes Problem „für das Kind lösen“, sondern es selber lernt, da rauszufinden. Also „zum selber Lösungen finden“ anregen, sich nicht sofort einbringen. Eher so: „Denk mal selber nach, reden wir morgen noch einmal“, dann verlässlich ansprechen.

Mögliche Aussagen:

  • „Du bist nicht hilflos. Ich bin da, wir erarbeiten Lösungen und du wirst sicher selber welche finden.“
  • „Was ist das Problem? Was fehlt dir? Was könnte eine Lösung sein?“ (Im ersten Schritt jede Idee festhalten, ohne diese zu bewerten, dann erst reihen, nach Sinnhaftigkeit/Wirksamkeit etc., dann eine erste Lösungsidee auswählen, im Wissen wir haben auch Plan B, C,…)

Frustrationstoleranz will geübt werden

Wir wollen, dass uns immer alles gelingt. Am besten sofort und ohne Probleme. Wenn wir länger dranbleiben müssen, üben, bis was gelingt, wenn wir scheitern, wenn wir überfordert sind, zeigt sich Frust. Das ist eine ganz normale Reaktion! Hier braucht jedoch jedes Kind in einem Lernprozess Begleitung.

Die 4 Fragen, die wir uns stellen müssen:

  1. „Zu viel?“ – Dann geht es darum, aus dem großen Berg bewältigbare Häppchen zu zaubern.
  2. „Zu schwer?“ – Dann geht es darum, wie kann ich das besser verstehen, wer kann es mir erklären?
  3. „Muss ich einfach dranbleiben und noch weiter üben?“ – Dann geht es darum, was kann mich zum Üben motivieren?
  4. „Bin ich gescheitert? Hat mich das Pferd buchstäblich abgeworfen, hat mein Versuch nicht geklappt?“ – Dann geht es darum, wie gehe ich mit meinem Scheitern um und was hilft mir, es neu zu versuchen oder einfach weiter zu tun.

Bei Punkt 3 und 4 arbeitet man am besten mit außerschulischen Beispielen. Sporthelden oder Ähnliches eignen sich da großartig dafür. Wie geht es wohl Ronaldo oder Messi, wenn er im vollen Stadion einen Elfmeter verschießt? Was muss er tun, um dann nicht das ganze Spiel gefrustet zu sein, sondern rasch wieder zurück ins Spiel zu finden? Was würde dieser sagen, muss man in so einem Fall tun? Obwohl er der beste Spieler der Welt ist, trainiert er täglich. Trainieren heißt üben. Auch ein Weltklassespieler muss üben. Lass uns mal im Internet recherchieren, wie lange er jeden Tag trainiert usw.

Mögliche Aussagen:

  • Wichtig ist, dass wir Kinder in ihrem Frust immer ernst nehmen. Nicht: „Da muss man doch nicht wütend werden?“, „Warum wirfst du gleich die Flinte ins Korn?“, „Das ist doch nicht schlimm“, sondern: „Ich sehe, das macht dich ganz schön wütend“, „Hui, das muss dich ja echt nerven, wenn Du so losschreist. Kann ich dir irgendwie helfen?“
  • Und die persönliche Lernkurve wertschätzen: „Wie ist es dir heute gelungen, so ruhig zu bleiben?“ usw.

Spielen IST lernen!

Nachgewiesen lernen Kinder beim freien Spiel am allermeisten. Aber auch bei anderen Spielen, selbst bei Computerspielen lernen sie immer etwas. Wir glauben immer, lernen braucht den Kontext, wo jemand sich mit der Absicht Kindern was beizubringen, ihnen pädagogisch zuwendet. Kinder lernen aber IMMER! Das beste Lernen kommt ohne Absicht. Wenn wir es reflektieren, was da ganz unbewusst passiert ist, kann man dem Kind spiegeln, dass es heute wieder ganz, ganz viel gelernt hat, ohne dauernd von Zetteln zu reden.

Mögliche Aussagen:

  • „Ich habe mitbekommen, dass Du heute ganz lang xyz gespielt hast. Was muss man denn dafür können? Was lernt man denn da dabei?“ (Wir dürfen ruhig darüber staunen!)

Dein Kind als Lehrer/in – lerne von deinem Kind

Wenn wir jemand etwas erklären, lernen wir am meisten. Denn wir müssen etwas, das für uns klar ist, reflektieren, in Schritte auseinanderbrechen usw. Lassen Sie diese Chance nicht aus! Lassen Sie sich die Welt von ihrem Kind erklären! Das kann ganz massiv die Motivation heben, dass Sie sich dafür interessieren. Verwenden Sie das zum Wiederholen von Schulstoff („Mich hat schon immer interessiert, ob ich die heimischen Bäume überhaupt kenne? Wie es sich mit der Fliehkraft verhält?“ usw.) Aber gehen Sie damit auch ganz bewusst weg vom Schulstoff. Gehen Sie ins echte Leben.

Geben Sie ihrem Kind das Gefühl, wertvoll, wirksam und wissend zu sein. Lassen Sie sich Apps, neue Technologien, das Uploaden von Vlogs, einen Trick im Sport, einen Tanz, Styling Tipps etc. von ihrem Kind zeigen. Begeben Sie sich in die Rolle des/der Schülers/in. Sprechen Sie an, wie es für Sie ist, wenn Sie was gar nicht können (z.B.: Wenn Sie bei einem Spiel/ Computerspiel chancenlos verlieren). Das kann zudem eine großartige Chance sein, in die Welt der Kinder einzutauchen.

Mögliche Aussagen:

  • „Kannst du mir bitte xyz zeigen? Ich würde gerne lernen, wie das geht!“

Die Dinge des Alltags lehren uns fürs Leben und stärken das Miteinander

Jetzt haben wir endlich Zeit, um Kochen zu lernen, Kuchen zu backen, Geschirrspüler auszuräumen, Wäsche zu sortieren und zusammenzulegen, etwas im Haushalt zu reparieren, das Bad zu putzen, um etwas im Hobbykeller zu basteln, um am Auto rumzuschrauben … Das sind überlebenswichtige Dinge, die Kinder nachhaltig in der Zukunft brauchen! Und jetzt geht es nicht darum, dass jede/r in seinem/ihren eh schon überlasteten Alltag zusätzlich Aufgaben übernimmt, sondern darum uns miteinander an die Arbeit zu machen.

Papas berühmtes Palatschinken-Rezept, Mamas ultimative Art T-Shirts zusammenzulegen, Lisas geniale Bananenmilch … Abgesehen davon, dass wir damit nicht ständig alleiniges Servicepersonal im 4* Haus sind, was gut ist für uns alle, wollen Kinder, Dinge mit uns gemeinsam machen. Und ein Bad, dass man selber geputzt hat, bleibt viel länger schön! (Nur so als konstruktiver Nebeneffekt ;-)

Mögliche Aussagen:

  • „Ich würde dich gerne bitten, mir bei xyz zu helfen. Ich würde das gerne mit dir gemeinsam machen. Ich zeige dir, wie ich das immer mache, vielleicht hast du dann andere Ideen, wie wir das noch machen könnten, …“

Kooperationsbereitschaft muss gepflegt werden

Wir wollen, dass unsere Kinder mit uns und mit dem, was wir für gut befinden, kooperieren. Wir leben heute nicht mehr in einer Zeit, in der Kinder gehorchen, sie erleben das ja auch sonst nirgends. Erwachsene gehorchen nicht, wir leben diese Form von Hierarchien nicht mehr in der Gesellschaft. Gottseidank! Denn dabei wurde stets viel Gewalt angewandt, das basierte viel auf Angst. Dennoch, wenn wir was von unseren Kindern wollen, sollen sie uns plötzlich wieder am liebsten bedingungslos gehorchen. Das wird so nicht klappen.

Wer „sich falsch gemacht“ fühlt, kritisiert, andauernd bemängelt, … schaltet zudem auf Durchzug oder auf Verteidigung. Kinder kooperieren aber eigentlich völlig ohne Strafe oder Belohnung mit uns. Dann, wenn sie einen Sinn in den Handlungen sehen und wenn die Beziehung stimmt und sie etwas uns zuliebe machen. Kinder kooperieren aus sich heraus grundsätzlich sehr gerne, denn sie sind soziale Wesen. Wenn wir sie „falsch machen“, ist es aber vorbei. Daher geht es ganz stark darum, dass wir in einer persönlichen Sprache bleiben und davon sprechen, was wir brauchen, nicht was für sie richtig ist oder was sie falsch machen.

Mögliche Aussagen:

  • „Ich brauche von dir …“, „Ich möchte Dich bitten, …“, „Für mich wäre ganz wichtig, … Könntest du das berücksichtigen?“
  • Es macht Sinn, dass wir nicht auf der Vergangenheit rumreiten, sondern von der Zukunft sprechen: „Was brauchst du, damit xyz das nächste Mal besser klappt?“, „Kannst du bitte das nächste Mal eine ruhiger Art wählen, das zu machen?“
  • Und wir können Kindern unsere Gefühle für Situationen anbieten und unsere Sorge zeigen: „Ich habe das Gefühl, das ist dir zu schwer. Kann das sein?“, „Ich habe das Gefühl, du hast das noch gar nicht verstanden, sollen wir nochmal gemeinsam, im Internet etc. schauen, wie das geht?“, „Wofür könnte man denn das im realen Leben brauchen, wo könnte dieses Wissen hilfreich sein?“ (Hilfe bei der Sinnfindung!)

Die Lebenswelt und Menschen in der Familie einzubinden, macht Theorie lebendig

Lernen kann man auch durch Recherche im Internet, in Lexika, durchs Erstellen von Collagen, Basteln, … Wenn ein Thema nervt, trocken ist etc., dann die Kinder anregen, dass sie sich auf die Suche machen, was sie im Internet, in Mamas alten Büchern usw. dazu finden können. Es ist wichtig, dass wir dabei echte Dialoge führen und uns einbringen. Das kann ein sehr nachhaltiger Erfahrungsaustausch und Lerneffekt sein, wenn wir bereit sind, uns wirklich einzulassen. Gerade jetzt können via Telefon die in Quarantäne befindlichen Großeltern eingebunden und Telefoninterviews geführt werden. (z.B. ein Thema in Deutsch, in Sachkunde, Geschichte, was weiß die Oma dazu für persönliche Geschichten usw.)

Und es macht Spaß, theoretisches Wissen in „Feld- oder Laborversuche“ umzupacken. Wir sollten uns den FREIRAUM nehmen, die Dinge nicht einfach nur abzuarbeiten. Beispielsweise zum Lernen von Maßeinheiten eine Rallye durchs Haus machen und alles abmessen; geht es um Gewichte, einen Kuchen backen und wiegen; geht es um Pflanzen, Bilder im Internet suchen, ein Quiz draus machen, das sie dann am Telefon Großeltern, Nachbarn etc. abfragen usw.

Motivation und ein positives Gefühl sind die Haupt-ON-Schalter fürs Hirn

Die Atmosphäre und das Gefühl, mit denen wir lernen, sind laut Hirnforschung das A und O beim Lernen. Wenn wir uns beständig unwohl fühlen, gestresst und überfordert sind, können wir schlicht nicht lernen bzw. bleibt NICHTS davon im Kopf! Die Atmosphäre und das Setting tragen unsere Gefühle. Mit Zwang passiert also kein sinnvolles Lernen. Wenn wir also in so eine Stimmung hineinrutschen (gemeinsam?), dann sollten wir das Lernen unterbrechen und den Dialog suchen. Manchmal muss man auch zuerst den Frust über etwas, das man einfach nicht mag, rausschreien. Beispiel: Fenster auf und rausrufen: „Ich hasse Divisionen“ und das Kind ermutigen: „War das alles? Geht das nicht lauter?“ Und wiederholen lassen. Und dann wieder hinsetzen und mit Humor begleiten: „Nun kehrt er todesmutig, mit Art eines echten Kämpfers zu den verhassten Divisionen zurück. Wie wird er es wohl schaffen, diese zu besiegen?“

Motiviert kann ich sein, wenn ich einen Sinn finde. Manchmal lässt sich mit etwas Bemühen einen Sinn im Inhalt finden. Manchmal muss man Umwege gehen: „Weil ich in dieser Klasse, Schule, … bleiben will und das einfach dazugehört.“, „Weil ich mich dann mit einem tollen Film belohne, wenn ich das geschafft habe.“ (Achtung bei Belohnungen! Das sollte nur eine nette Begleiterscheinung sein, wenn mein Lernen nur davon abhängig ist, „was ich dann bekomme“, ist das nicht sinnvoll. Das hat wenig mit Gleichwürdigkeit zu tun, die Themen oder die Schule ernst zu nehmen. Das ist eher wie bei einem Hund, den man auf Belohnung trainiert. So etwas ist für eine gute familiäre Beziehung nicht gut und killt jede normale Kooperationsbereitschaft und Freude bei Kindern. Aber sich selbst belohnen, hat was Aktives und kann uns helfen.

Mögliche Aussagen:

  • „Wie geht es mir gerade?“
  • „ Wie geht es dir gerade?“
  • „So geht das nicht. Ich sehe, dass es dir nicht gut geht.“
  • „Was kannst du verändern, was soll ich verändern, dass es besser wird?“
  • „Was würde helfen, dass es besser wird?“

Familienkonferenz – jeder und jede wird gesehen

Machen wir doch alle 14 Tage eine Familienkonferenz. Da darf jeder und jede sagen, wie es ihm/ihr geht und was er/sie sich von den anderen wünschen würde. Wichtig ist, nicht gleich ins Verteidigen gehen, sondern einfach mal zuhören. Jeder/jede erzählt von sich. Das ist eine wundervolle Form, einander wirklich zu sehen!

Homeoffice – wenn die Arbeit das Zuhause einnimmt

Es ist wichtig, dass wir uns von der Idee verabschieden, dass wir zu Hause genauso wie im Büro arbeiten und die Kinder einfach so nebenherlaufen. Je kleiner die Kinder sind, umso mehr Begleitung brauchen sie. Aber auch die Großen brauchen uns immer wieder mal zwischendurch. Das, was das braucht, sind ganz klare Räume, wo arbeitet Mama/Papa und ganz klare Zeitfenster. Am besten in Form eines Plans an der Wand für alle ersichtlich. Im Idealfall ist der Arbeitsort nie im Herzen des Geschehens wie dem Wohnzimmer, sondern im elterlichen Schlafzimmer oder so. Dem Familienraum gehört mehr Platz gegeben als dem Arbeitsraum. Das ist eine wichtige Positionierung zu Hause.

Um unsere Jobs nicht zu verlieren, um gute Arbeit abzuliefern, braucht es aber klare Regeln. Es macht Sinn, ein Stopp-Schild zu basteln, das dann an der Tür hängt, wenn wegen eines Business-Calls kein Eintreten erlaubt ist. Und nur dann! Es ist wichtig, dass die Kinder während einer Konzentrationsphase von uns wissen, was SIE inzwischen mit dieser Zeit machen und verstehen, dass sie uns dabei helfen müssen, damit das klappt. Das funktioniert nur mit viel Erklären und dem klaren Signal, dass wir gleich wie wir die Zeit für die Arbeit ernst nehmen, auch die Zeit mit den Kindern ernst nehmen. Wenn sie immer nur „Mitlaufen“, gehen sie zu Recht in Widerstand.

Es macht Sinn, den Tag zuerst mit z.B. einem gemeinsamen Gespräch, einem Spiel zu beginnen und den Kindern zuerst zu zeigen, dass sie hier wichtig sind und sich erst danach zurückzuziehen. „Wenn ich schon gegessen habe, bin ich nicht mehr so hungrig“, diese Metapher könnte uns helfen, das zu verstehen. Und wir brauchen den Mut, Kollegen/innen und Kunden/innen klar zu zeigen: Ich arbeite hier zu Hause und das ist anders! Wir alle sind zu Hause, weil es um das Leben geht, das Leben sollte daher spürbar bleiben dürfen. Wir alle geben unser Bestes! Und es ist wichtig, dass wir uns bei den Kindern für ihre Hilfe bedanken.

Mögliche Aussagen:

  • Wichtig ist, dass wir den Kindern ganz klar sagen, „was WIR von ihnen brauchen“. Und dass wir die Kinder „nicht falsch“ machen. „Ich habe jetzt ein wichtiges Telefonat, wie könnt ihr mir helfen, dass das klappt?“ (Selber Ideen sammeln lassen, wie schleichen, flüstern, ein Hörspiel hören, …)
  • Und wenn es nicht klappt, nicht davon sprechen, „WAS WIR AUSGEMACHT HABEN“, sondern davon, dass wir etwas anders gebraucht hätten, wie das jetzt war für uns und was ihnen das nächste Mal alles helfen könnte, damit das FÜR MICH besser klappt.
  • Die Botschaft ist immer: „Ich brauche eure Hilfe.“ und nie: „Wie unmöglich ihr euch verhaltet!“

Eltern haben Grenzen – sie sind aber selber dafür verantwortlich

Wir dürfen nein sagen und wir brauchen Zeit für uns! Je mehr wir uns selbst achten und pflegen, ein umso besseres Beispiel für Selbstachtung sind wir für die Kindern. Meist, wenn wir unsere Grenzen nicht wahren, rutschen wir in Aussagen, die uns und den Kindern nicht guttun. Wir sind dafür verantwortlich, wie die Stimmung ist, bei uns selber. Es ist unsere Aufgabe, gut für uns selber zu sorgen. Kein Mensch ist perfekt, Kinder brauchen aber ohnehin echte Menschen, die auch mal Fehler machen. Man kann sein Verhalten erklären, Verantwortung dafür übernehmen, sich auch mal entschuldigen. Darüber reden und für mich selber in Verantwortung gehen, Pausen machen, uns nähren ist das Gebot der Stunde.

Abschließend möchte ich noch sagen: Alles darf sich entwickeln. Habt Mut für euren ganz eigenen und persönlichen Weg!

Wenn wir manche dieser Punkte im Begleiten des Lernens zu Hause bewusst berücksichtigen, kann das ein wunderschönes und beziehungsstärkendes Projekt sein, das die Kinder und uns Eltern einander näher bringt und ein positives Bild aufs Thema Lernen stärkt.

Dazu gehört manchmal auch der Mut, mit den Lehrern/innen darüber zu kommunizieren. Das sind Menschen, denen das Lernen unserer Kinder absolut am Herzen liegt und die sich viel überlegen, damit wir das nicht tun müssen. Zuhause ist jedoch dennoch unser Revier und da dürfen auch sie sich mal von uns inspirieren lassen. Wenn wir das nicht belehrend machen, sondern bei uns und unseren Bedürfnissen bleiben, steht auch da einem guten Dialog nichts im Wege!

Weiterführende Artikel:

Photo by Plush Design Studio on Unsplash
22. März, 2020|Blog, Erziehungsalltag|